Warum Carsharing in Frankreich nicht funktioniert: die wahren Gründe

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Ökologisch, wirtschaftlich und auf dem Papier beliebt, hat sich das Carsharing jedoch schwer damit getan, im Alltag der Franzosen Fuß zu fassen. Warum?

Auf dem Papier scheint Carsharing alles zu haben, um erfolgreich zu sein. Ein Auto kostet seinen Besitzer im Durchschnitt mehrere tausend Euro pro Jahr, steht mehr als 90 % der Zeit still und nimmt wertvollen Raum in der Stadt ein. Dennoch zählt Frankreich trotz dieser Offensichtlichkeiten nur etwa eine Million Nutzer, weit entfernt von den zig Millionen Autofahrern.

Das Paradoxon ist umso auffälliger, als die Vorteile real sind. Laut der ADEME ersetzt ein geteiltes Auto fünf bis sieben Privatfahrzeuge, ermöglicht es seinen Nutzern, bis zu 1.000 € pro Jahr zu sparen und trägt zur Befreiung von Parkplätzen bei. Die Regierung zielt nun auf 70.000 Carsharing-Fahrzeuge bis 2031, im Vergleich zu etwa 14.000 heute.

Das Problem ist also nicht das Konzept, sondern dessen Umsetzung.

Außerhalb der großen Metropolen ist das Angebot oft nicht vorhanden. Selbst in den Städten, in denen es vorhanden ist, gibt es zahlreiche Einschränkungen: Vorausbuchung, manchmal weit entferntes Fahrzeug, Rückgabe am Abholort Pflicht, ganz zu schweigen von den Anmeldeformalitäten. All diese Hindernisse stehen einer persönlich verfügbaren Auto vor der Haustür rund um die Uhr gegenüber.

Eine weitere Schwierigkeit: die Rentabilität. Die Erfahrungen von Autolib‘, Zity oder kürzlich der Rückzug von Europcar aus Paris haben gezeigt, wie fragil das wirtschaftliche Modell bleibt. Die Kosten für Parkplätze, Vandalismus, Beschädigungen und Flottenmanagement belasten die Betreiber erheblich. In Paris erkennen mehrere Akteure an, dass die Margen sehr niedrig bleiben.

Ein kulturelles Hindernis

Es gibt auch ein kulturelles Hindernis. In Frankreich steht das Auto nach wie vor für Freiheit und Eigentum. Viele ziehen es vor, hohe Kosten zu tragen, als von der Verfügbarkeit eines geteilten Fahrzeugs abhängig zu sein. Diese Denkweise ist besonders ausgeprägt in suburbanen und ländlichen Gebieten, wo das Auto unverzichtbar bleibt.

Carsharing ist somit wahrscheinlich kein universeller Ersatz für das Einzelauto. Seine wahre Zukunft liegt wahrscheinlich in einer ergänzenden Rolle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern oder Zügen verbunden ist. Die ADEME schätzt, dass es Potenzial gibt, mit 3,5 bis 4 Millionen neuen Nutzern, wenn das Angebot dichter, einfacher und besser im Gebiet verteilt wird.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Carsharing nicht an Argumenten mangelt. Es fehlt jedoch oft das, was in der Mobilität entscheidend ist: sofortige Verfügbarkeit, absolute Einfachheit… und die Fähigkeit, zu vergessen, dass man sein Auto nicht mehr besitzt.

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This page is translated from the original post "Pourquoi l’autopartage ne marche pas en France : les vraies raisons" lang Französisch.

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