Ein weiterer chinesischer SUV steht bevor
Bekannt für seine Nutzfahrzeuge erweitert Maxus sein Spielfeld mit dem SUV eUNIQ6, der für unter 40.000 Euro angekündigt wurde.
Ursprünglich englisch unter dem Namen LDV gegründet, wurde das Unternehmen nach einer kurzen Phase unter russischer Flagge vom chinesischen SAIC übernommen. Der Name ist in Europa noch wenig bekannt, aber Maxus ist zur Nutzfahrzeug-Sparte des chinesischen Giganten geworden. Mit genau dieser Fahrzeugart hat die Marke vor einigen Jahren in Europa Fuß gefasst. In China hingegen bietet Maxus schon lange Minivans und SUVs an, wie es sich für einen respektablen Hersteller gehört. Unweigerlich gelangen diese Modelle nach Überschwemmung des lokalen Marktes nun auch nach Europa.

Der Gesamtstil ist nicht unangenehm, aber auch kein Blickfang. Im Innenraum gibt es Leder, LEDs mit 64 Farboptionen, kleine Karbon-Akzente. Das ist nicht schlecht, aber das Gesamtbild wirkt klassisch, ja fast antiquiert … und das hat seinen Grund! Der eUNIQ6 ist eigentlich die 100% elektrische Version eines Verbrenner-SUV, dem D60, der 2019 auf dem chinesischen Markt eingeführt wurde. Nach vier Jahren ist der Altersunterschied unvermeidlich.


Ein Elektroauto, das auf einem Verbrenner basiert, bedeutet Enttäuschungen bei den technischen Daten. Mit einem 130 kW (177 PS) starken Motor ist dieses schwere Gerät von 1960 kg natürlich kein Rennpferd. Schlimmer noch: Mit einem 70-kWh-Akku gibt Maxus eine Reichweite von nur 354 km nach WLTP-Zyklus an, also im normalen Betrieb nicht mehr als 300 km. Für ein Familienfahrzeug ist das wenig, viel zu wenig! Und Maxus schweigt sich über Ladezeiten aus, was angesichts des eingebauten 6,6-kW-Ladegeräts logisch ist. Manchmal ist Schweigen eben besser, wenn man nichts Interessantes zu sagen hat.


Der eUNIQ6 zeigt großzügige Maße mit 4735 mm Länge und 1855 mm Breite. Sein Kofferraum von 754 Litern wird jene zum Schweigen bringen, die behaupten, chinesische Autos hätten winzige Kofferräume. Das ist letztlich das Hauptinteresse an diesem Fahrzeug. Vielleicht ein Erbe der Nutzfahrzeug-Erfahrung der Marke. Vergessen Sie hingegen den flachen Boden im Fond, die technische Basis eines Verbrenners erlaubt das nicht.
Bleibt die Preisfrage. Maxus hat in Belgien die Vorbestellungen für 40.000 Euro gestartet. Das ist teurer als ein Renault Scenic, eine Tesla Model Y, eine BYD Seal U,… Kurz gesagt teurer als deutlich bessere Autos. Wir werden daher passen und auf die neuen Modelle der Marke warten, die für 2025 erwartet werden.
This page is translated from the original post "Un énième SUV chinois en approche" lang Französisch.
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