Prämie für Einfallsreichtum laut dem neuesten Roole-Observatorium
Laut dieser Roole-Studie zwingt die Abhängigkeit der Franzosen vom Auto sie dazu, ihre Ausgaben zu verwalten, was einige unerwartete Folgen hat.
Gegründet im Jahr 1982, ist Roole der erste Auto-Club Frankreichs mit 1.400.000 Mitgliedern. Dieses breite Spektrum ermöglicht es ihm jedes Jahr, ein großes Beobachtungsprojekt zu den Gewohnheiten der französischen Autofahrer durchzuführen.
In einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld – Inflation, Ankündigung einer Erhöhung der Strompreise um 10 %, steigende Kraftstoffpreise – ist die Kaufkraft der Franzosen stark beeinträchtigt. Und das, obwohl sie nach wie vor stark abhängig von ihrem Auto für den Alltag sind (fast 80 % von ihnen). Um dem zu begegnen, passen sich die Autofahrer, von denen fast die Hälfte (49 %) zwischen 100 und 300 Euro im Monat für die Nutzung ihres Fahrzeugs ausgibt, gezwungen an und entwickeln Strategien, um die Kosten zu senken. So vermeiden beispielsweise 65 % von ihnen mittlerweile wegen der Mautgebühren die Autobahn. Die Herausforderung der Umstellung des Sektors auf Elektromobilität erscheint schwierig, während mehr als jeder zweite Autofahrer plant, 2024 sein Verbrennerfahrzeug zu behalten.
Die Abhängigkeit der Franzosen verstärkt sich logischerweise, je weiter man sich von den städtischen Zentren entfernt. 90 % der Bewohner ländlicher Gemeinden sind auf ihr Auto angewiesen, um Verwandte zu besuchen, verglichen mit 66 % in der Pariser Metropolregion. Dennoch bleibt Frankreich eine Ausnahme mit einer generell sehr ausgeprägten Autohängigkeit.
Der Umstieg auf Elektromobilität scheint für die Franzosen keine Priorität zu sein, da nur eine Minderheit (19 %) den Kauf eines Hybrid- oder Elektrofahrzeugs plant. Ebenso ist Carsharing, obwohl die Franzosen darüber nachdenken Ridesharing, aktuell nur eine Minderheit, die es praktiziert. Diese Praxis wird eher von jungen Menschen bevorzugt (16 % regelmäßige Nutzung bei 18- bis 24-Jährigen) als von den über 65-Jährigen (nur 4 %). Beim Ridesharing stehen finanzielle Beweggründe (33 %) an erster Stelle, gefolgt von ökologischen Überzeugungen (18 %). Allerdings geben 35 % der Fahrer an, dass beide Gründe gleichermaßen wichtig sind.
Ökologisches Fahren wird dagegen von den Franzosen breit praktiziert (83 % üben es zumindest gelegentlich aus), wovon eine Mehrheit (55 %) es regelmäßig tut. Auch hier stehen finanzielle Gründe (44 %) an erster Stelle, weit vor den ökologischen Überzeugungen (15 %).
This page is translated from the original post "Prime à la débrouille selon le dernier observatoire Roole" lang Französisch.
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