Tesla sucht weiterhin die richtige Steckdose in Indien
Eine etwas mehr als hundert Tesla, die in wenigen Monaten verkauft wurden: eine lächerliche Zahl, aber weit davon entfernt, die ganze Geschichte zu erzählen.
Als Tesla endlich diesen Sommer nach Indien kam, nach Jahren des Zögerns und Verhandelns, hatte das Ereignis fast symbolischen Charakter. Die kalifornische Marke betrat das bevölkerungsreichste Land der Welt, bereit, ihre Formel auf einem Markt zu testen, auf dem die Regeln sehr unterschiedlich sind. Doch die Realität ließ nicht lange auf sich warten. Seit Juli hat Tesla nur etwas mehr als 100 Autos verkauft. Eine Zahl, die fast unrealistisch erscheint für einen Hersteller, der an große Stückzahlen gewöhnt ist.
Dennoch ist dieser langsame Start nicht wirklich eine Überraschung. Bis zum Frühling erhebt Indien so hohe Steuern auf importierte Fahrzeuge, dass es für Tesla kein Interesse gab, dort einzutreten. Die politische Wende im März mit der Abschaffung der Zölle auf Elektrofahrzeuge hat alles blockiert. In wenigen Monaten hat die Marke einen ersten Laden in Mumbai eröffnet, gefolgt von einem größeren Zentrum in Gurugram. Es ist bescheiden, aber ein Anfang.
Der lokale Markt hingegen schreitet mit voller Geschwindigkeit voran… aber nicht unbedingt in die Richtung, die Tesla erhofft hatte. Ja, Indien hat in diesem Jahr über zwei Millionen Elektrofahrzeuge verkauft, aber das sind hauptsächlich Roller! Elektroautos machen nur einen sehr kleinen Teil des Verkaufs aus, und sie stammen größtenteils von Tata und Mahindra. Einfache, robuste Modelle zu Preisen, die Tesla absolut nicht folgen kann.
Hier liegt das eigentliche Problem: der Preis. Ein Model Y kostet in Indien über 60.000 Euro. Für die große Mehrheit der indischen Haushalte ist das absolut unerschwinglich. Tesla wird somit zu einem fast exotischen Produkt, das einer winzigen Elite vorbehalten ist.
Die Infrastruktur hilft auch nicht. Nur ein Supercharger ist im ganzen Land betriebsbereit, zwei weitere sind in Vorbereitung. Es ist schwierig, Kunden ohne ein solides Netzwerk zu gewinnen.
Dieser Artikel könntefür Sie interessant sein:
In der Zwischenzeit schreiten die chinesischen und deutschen Marken voran, manchmal zaghaft, aber sicher. Tesla entdeckt einen Markt, der sich von den bekannten Märkten unterscheidet. Ein Markt, auf dem alles noch gebaut werden muss. Geduldig, demütig und im Verständnis dessen, was indische Fahrer wirklich wollen.
AUCH LESEN: Müssen wir vor einem Automobil-Tsunami aus Indien Angst haben?
This page is translated from the original post "Tesla cherche toujours la bonne prise en Inde" lang Französisch.
Wir empfehlen Ihnenauch:
Weitere Artikel auch
