Die Ferrari Luce von der Mercedes-AMG GT Coupé K.O. geschlagen!

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Mercedes-AMG Ferrari Luce

Kein falscher Suspense, nur eine Realität. Wenn Ferrari sich verirrt, umarmt Mercedes die Zukunft, ohne seine Identität zu verleugnen.

Der erste elektrische Ferrari wurde wie ein historisches Ereignis erwartet. Er könnte letztendlich eine der größten Quellen der Debatte in der Geschichte von Maranello werden. Gegenüber steht, nur wenige Stunden zuvor vorgestellt, die neue Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé elektrisch, die einen radikal anderen Ansatz zur Energiewende repräsentiert. Und beim ersten Blick ist der Unterschied frappierend.

Mercedes hat perfekt verstanden, was die Stärke einer hundertjährigen Marke ausmacht. Trotz des Verzichts auf V-Motoren bleibt die GT 4-Türer sofort als AMG erkennbar. Ihre immense Motorhaube, die großzügigen Kotflügel, die flache Silhouette und die aggressive Haltung setzen die stilistischen Codes fort, die den Ruf der Sportabteilung in Stuttgart begründet haben. Und was sagt man über den Kühlergrill? Das Auto ist modern, bleibt aber ein Mercedes-AMG.

Der Ferrari Luce schlägt den umgekehrten Weg ein. Entworfen unter dem Einfluss des LoveFrom-Studios von Jony Ive, dem ehemaligen Designchef von Apple, nimmt er eine nahezu klinisch anmutende minimalistische Ästhetik an. Die Linien sind extrem vereinfacht, die Flächen reduziert, die Details auf ein Minimum beschränkt. Das Ergebnis mangelt nicht an Originalität, wirft aber eine grundlegende Frage auf: Ist das ein Ferrari?

Im Gegensatz zu einer F80, einer 296, einer Amalfi oder sogar einer Purosangue erinnert die Luce an kein ikonisches Modell in der Geschichte von Maranello. Selbst die jüngste 849 Testarossa ehrt ihren prestigeträchtigen Namen. Die Luce setzt kein Erbe fort; sie versucht, ein neues zu schaffen. Während Mercedes seinen Übergang zur Elektrizität vollständig vollzieht und alle Marker seines Erbes beibehält, scheint Ferrari fast Beschämung zu empfinden. Indem der italienische Hersteller eine spezifische visuelle Identität entwickelt, losgelöst von seinen Verbrennungsmodellen, erweckt er den Eindruck, die Elektrizität als eine Nebentätigkeit zu betrachten, anstatt als die unerwartete, aber natürliche Fortsetzung seiner Geschichte.

Leistungen auf höchstem Niveau

Technisch gesehen hat Ferrari jedoch nicht gespart. Die Luce beansprucht über 1.000 PS dank vier Elektromotoren, einem pro Rad. Ihre elektrische Architektur mit 800 Volt versorgt eine Batterie von 122 kWh, die laut WLTP-Zyklus mehr als 530 Kilometer Reichweite bieten kann.

Die angekündigten Leistungen sind beeindruckend: 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und über 310 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ferrari verspricht außerdem eine Schnellladung, die bis zu 350 kW erreichen kann, wodurch ein großer Teil der Batteriekapazität in rund zwanzig Minuten zurückgewonnen werden kann.

Ein spektakulärer Ferrari… und die Mercedes betritt die Bühne.

Aus dem Programm AMG GT XX entsteht die zukünftige elektrische GT 4-Door, die in ihrer extremsten Version bis zu 1.360 PS verspricht. Selbst die angekündigten Serienvarianten würden bereits über 1.100 PS überschreiten.

Doch vor allem bei der Ladezeit zieht Mercedes den Abstand weiter ab. Dank einer neuen Generation von direkt gekühlten zylindrischen Zellen und einer besonders fortschrittlichen elektrischen Architektur gibt die deutsche Marke Ladeleistungen von über 850 kW an. Das Ergebnis ist spektakulär: Bis zu 400 Kilometer Reichweite können in nur fünf Minuten unter optimalen Bedingungen zurückgewonnen werden. Kein großer Automobilhersteller kann heute ein solches Leistungsniveau aufweisen.

Noch mehr als die Zahlen hat Mercedes sein Auto wie ein echtes Elektrofahrzeug konzipiert, indem es den Fokus auf das überragende Drehmoment und den Fahrkomfort legt. Ferrari hingegen versucht immer noch, künstlich bestimmte Empfindungen der Verbrennungsmotoren durch synthetische Geräusche oder spezifische Vibrationen nachzuahmen.

Und was sagt man zum Interieur… Ein Bildschirm, der kaum größer als ein iPad ist für den Ferrari und ein dreiarmiger Rennlenker für die Mercedes. Ein Bildschirm, der die gesamte Breite des Armaturenbretts abdeckt und eine Fülle von edlen Materialien für die Mercedes-AMG! Vom Fahrersitz einer Mercedes zum Sitz eines Ferraris zu wechseln, wird zur Bestrafung.

Der Preis, der alles ändert

Hier wird der Vergleich wahrscheinlich am schwierigsten für Ferrari. Die Luce soll rund 550.000 Euro kosten. Ein Preis, der mit den Gewohnheiten von Maranello übereinstimmt, aber das Modell sofort in eine extrem exklusive Sphäre platziert. Im Vergleich dazu wird die Mercedes-AMG GT 4-Door elektrisch voraussichtlich ab etwa 155.000 Euro in ihrer Basisausführung beginnen und etwa 200.000 Euro für die leistungsstärkeren Varianten erreichen.

Mit anderen Worten, eine Mercedes, die vergleichbare, ja sogar überlegene Leistungen in bestimmten Schlüsselbereichen bietet, würde fast dreimal weniger kosten als der Ferrari! Der Ferrari Luce ist sicherlich kein schlechtes Auto. Sein technisches Datenblatt beeindruckt und sein Leistungsniveau verspricht außergewöhnlich zu sein. Aber ein Ferrari sollte nicht nur eine Ansammlung von Zahlen und Technologien sein. Er muss sofortige Emotionen hervorrufen, ein Erbe fortführen und eine Geschichte verkörpern.

Die Luce scheitert

Mercedes-AMG beweist, dass es möglich ist, die elektrische Ära vollständig zu umarmen und dabei seiner Identität treu zu bleiben. Ferrari hingegen scheint einen vollständigen Bruch gewählt zu haben. Das Ergebnis ist ein technologisch bemerkenswertes Auto, das emotional jedoch von dem, was die Marke groß gemacht hat, getrennt ist.

Der erste elektrische Ferrari sieht nicht aus wie der Ferrari der Zukunft. Er sieht aus wie ein Ferrari, der nicht mehr wirklich weiß, was er ist.

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This page is translated from the original post "La Ferrari Luce mise KO par la Mercedes-AMG GT Coupé !" lang Französisch.

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