LLD Elektromobilität: Bald eine schwere Krise?

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Der Rückgang der Restwerte von Elektrofahrzeugen belastet das Ende der Leasingverträge und gefährdet Hersteller und Vermieter.

In einem Automobilmarkt, der sich zunehmend auf Elektrofahrzeuge konzentriert, stellt sich ein Paradoxon ein: Während die Zulassungen steigen, wird die Rücknahme von Elektrofahrzeugen am Ende des Leasingvertrags zu einem wirtschaftlichen Kopfzerbrechen. Im Zentrum des Problems stehen die rapide Abwertung der Elektrofahrzeuge und ein noch unreifer Gebrauchtwagenmarkt, die die Tragfähigkeit der Leasingmodelle gefährden, die einen wichtigen Teil des Verkaufs von Elektrofahrzeugen ausmachen.

Der Restwert – das Herzstück des Leasing-Geschäfts – stellt die Schätzung des Wiederverkaufswerts eines Fahrzeugs am Ende der Mietdauer dar und bestimmt weitgehend die monatlichen Raten. Neueste Daten zeigen jedoch, dass Elektrofahrzeuge innerhalb weniger Jahre einen erheblichen Teil ihres Wertes verlieren, deutlich mehr als herkömmliche Fahrzeuge. Nach Verkaufsanalysen kann ein Elektrofahrzeug in nur drei Jahren, der typischen Dauer eines Leasingvertrags, mehr als 50 % seines Wertes verlieren, während Dieselfahrzeuge gleichen Alters fast 70 % ihres ursprünglichen Preises behalten.

Ein durchlöcherter Korb

Diese abwärts gerichtete Spirale stellt eine doppelte Schwierigkeit dar: Vermieter, die ihre Verträge auf optimistischen Restwerteinschätzungen basierten, stehen vor der Herausforderung, Autos zu verkaufen, die deutlich unter den prognostizierten Werten liegen, was spürbare Verluste verursacht. An Großbritannien hat der Berufsverband BVRLA vor einem Rückgang der Restwerte um mehr als 50 % bis 2025 gewarnt.

In Frankreich ist das Phänomen ebenfalls zu beobachten: Der Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge wächst, mit fast 80 000 verkauften Einheiten im letzten Halbjahr 2025, bleibt jedoch fragil, und die auf den Markt gebrachten Mengen führen zu Preisdruck und einer langsameren Rotationsrate der Bestände. Zudem bleibt der Gesundheitszustand der Batterien – ein zentraler Faktor zur Schätzung eines Restwerts – für einen großen Teil der Käufer eine undurchsichtige Zone, was die Nachfrage im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen bremst.

Diese Situation führt zu einem strukturellen Ungleichgewicht: Ein zunehmend umfangreiches Angebot an Elektrofahrzeugen am Ende des Leasings steht einer Nachfrage gegenüber, die nicht im gleichen Tempo mithält. Mehrere Akteure der Branche befürchten, dass dieses Ungleichgewicht die Automobilfinanzierungskette gefährdet, denn wenn die Fahrzeuge zu stark abgewertet zurückkommen, wirkt sich das auf die Preise, Garantien und die Rentabilität der Vermieter aus.

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Um dieses Problem zu lösen, zeichnen sich mehrere Ansätze ab: die Verfeinerung der Modelle zur Vorhersage des Restwerts, eine bessere Information der Käufer über den Gesundheitszustand der Batterien oder die Anregung der Nachfrage auf dem Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge durch gezielte Anreize. Ohne diese Anpassungen wird die Rücknahme der Elektrofahrzeuge am Ende der Leasingverträge ein spannendes Thema bleiben, das die Transformation hin zu einer saubereren Mobilität verlangsamen könnte.

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This page is translated from the original post "LLD électrique : bientôt une grave crise ?" lang Französisch.

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