Gordon Murray S1: Der Supersportwagen mit 690 PS, der der Elektrifizierung widersteht

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Gordon Murray S1

Mit 80 Jahren verfolgt Gordon Murray weiterhin seine Suche nach dem perfekten Supersportwagen mit einer ultraleichten S1, die über einen atmosphärischen V12-Motor und ein manuelles Getriebe verfügt.

Gordon Murray entwirft weiterhin den Supersportwagen nach seinen eigenen Regeln. Der südafrikanische Ingenieur, Vater des legendären McLaren F1 und auch der Brabham BT46B „Staubsauger“ in der Formel 1, lehnt auch weiterhin das Rennen um Zahlen ab, das einen großen Teil der Branche antreibt. Mit seiner T.50 hatte er bereits sein Lieblingsrezept wieder aufgefrischt: Leichtgewicht, atmosphärischer Motor, manuelles Getriebe und der Fahrer in der Mitte.

Die neue Gordon Murray Special Vehicles S1, die während der Monterey Car Week bei The Quail vorgestellt wurde, bringt diese Philosophie in eine etwas andere Richtung: die des Grand Touring. Abgeleitet von der spektakulären S1 LM, verzichtet sie unter anderem auf ihren imposanten Heckflügel, ihren langen Frontsplitter und ihre seitlichen Schürzen. Dennoch wurde jede Karosserieteile neu gestaltet.

Rein skandalös

Unter der Haube gibt es keine Hybridisierung. Cosworth liefert einen atmosphärischen V12-Motor mit 4,2 Litern, der 690 PS entwickelt und bis zu 12.100 U/min schreien kann. Leichtgewichtige Kolben mit Siliziumcarbidbeschichtung, Ventile und Pleuel aus Titan sowie eine Trockenöl-Lubrikation zeugen von einem hohen mechanischen Sophistikationslevel.

Vor allem bleibt Murray dem manuellen Sechsganggetriebe treu. Der Motor wurde überarbeitet, um mehr Drehmoment zu bieten: 80 % des Drehmoments sind bereits ab 2.500 U/min verfügbar, während etwa 500 Nm bei 7.000 U/min angegeben werden.

Die S1 setzt zudem auf mechanischen Grip anstelle von extremen aerodynamischen Abtriebswerten. Der Bodenabstand wurde um 10 mm erhöht und die Federung wurde weicher abgestimmt. Eine aktive Heck-Aerodynamik sorgt dennoch für Stabilität und Bremswirkung.

Das Interieur bewahrt die spektakuläre Dreisitzer-Architektur mit zentraler Fahrposition, ein Markenzeichen von Murray seit dem McLaren F1, erhält aber mehr Leder, eine verbesserte Dämmung und ein spezifisches Audiosystem.

Das endgültige Gewicht wird nicht bekanntgegeben, aber Gordon Murray verspricht eine S1, die noch leichter ist als die T.50, die bereits mit nur 997 kg angegeben wird.

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Es werden nur 64 Exemplare gefertigt, jedes individuell konfiguriert. Der Preis? Geheim. Auf diesem Exklusivitätsniveau wird die Frage fast nebensächlich.

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