Wie dumm ist der Sabotageakt an der Tesla-Fabrik in Berlin?
Jede böswillige Handlung ist mindestens verwerflich, im schlimmsten Fall dumm. Aber warum einen Angriff auf die Tesla-Gigafabrik in Berlin?
Umweltaktivisten, die gegen Tesla protestieren, haben in der Nähe des riesigen Werks einen Strommast zerstört – eine Tat, deren vorsätzliches Vorgehen unbestreitbar ist. Eine deutsche linksextreme Gruppierung namens „Vulkan Gruppe“ bekannte sich unmittelbar zum Sabotageakt. Der vorsätzliche Brand führte zu einem großflächigen Stromausfall, unter dem auch einige Berliner Stadtteile litten. Die Sabotage zwang Tesla, die Fahrzeugproduktion auszusetzen, und die Wiederaufnahme der Produktion des Modells Y wird nun für Ende nächster Woche angekündigt. Trotz dieser Herausforderungen halten die von den Ereignissen betroffenen Tesla-Mitarbeiter durch, und die Führungskräfte haben geschworen, dass der Komplex stärker denn je aus der Brandstiftung hervorgehen wird.
Weder grün noch schwarz
Wenn die Symbolik des Angriffs stark ist, darf man sich fragen, wie intelligent sie wirklich ist. Die Produktion von Elektrofahrzeugen ist keineswegs emissionsfrei oder ethisch einwandfrei, das ist eine anerkannte Tatsache. Die Fertigung von Verbrennungsfahrzeugen noch viel weniger, und was ist erst von der Chemie-, Kunststoff- oder sogar Kosmetikindustrie zu sagen…
Die Produktion eines Fahrzeugs bei Giga Berlin verbraucht lediglich 2,28 Kubikmeter Wasser, also 33 % weniger als der Branchendurchschnitt von 3,68 Kubikmetern. Die Anlage recycelt zudem bis zu 100 % ihres industriellen Abwassers. Außerdem hat Tesla mehr als 8 MW Solarzellen installiert. Da der Hersteller Wälder für den Bau seiner Gigafabrik gerodet hat, wurden auch zahlreiche Bäume neu gepflanzt. Nichts ist jemals perfekt, aber warum gerade diejenigen angreifen, die es besser machen als andere?
45 % der Mitarbeiter nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Für diejenigen, die Elektroautos fahren, beherbergt das Werk 500 Wandladeanschlüsse und schafft damit den weltweit größten Ladepark für Elektrofahrzeuge. Vor allem trägt Giga Berlin dazu bei, die Gemeinschaft zu unterstützen, indem stabile Arbeitsplätze geschaffen werden. Von den 12.500 Menschen, die heute bei Giga Berlin arbeiten, waren 1.500 zuvor arbeitslos und weitere 700 langzeitarbeitslos.
Bleibt das Symbol. Die Attacke auf das Verbrennungsauto macht mittlerweile keinen Sinn mehr, da sein Ende in naher Zukunft angekündigt ist. Also wird die Elektromobilität an den Pranger gestellt – und wer eignet sich besser zur Dämonisierung dieser Branche als Tesla und sein umstrittener Chef Elon Musk? Diese Woche wurde erneut dieses Symbol angegriffen, ohne an die tausenden Menschen zu denken, die davon leben. Traurig und bedauerlich…
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This page is translated from the original post "À quel point le sabotage de l’usine Tesla à Berlin est-il stupide ?" lang Französisch.
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