Renault integriert Gemini in seine Autos: Wie Googles KI das Fahren verändern wird
Renault bringt Geminis von Google in seine Fahrzeuge mit openR link. Funktionsweise, Neuheiten und Auswirkungen dieser eingebetteten KI für Fahrer.
Seit dem 15. Juni wird die Integration von Gemini in das Multimedia-System openR link schrittweise über ein Over-The-Air-Update bereitgestellt und ersetzt nach und nach Google Assistant in den kompatiblen Renault-Modellen. Diese Entwicklung betrifft Fahrzeuge mit integrierter Google-Technologie und erfordert keinen Werkstattbesuch. Die Nutzer müssen die Funktion lediglich in ihrem Google-Konto aktivieren; der Hersteller ermöglicht auch, Google Assistant beizubehalten oder wieder zu reaktivieren.
Technisch gesehen übersteigt diese Entwicklung den einfachen Wechsel des Sprachassistenten. Gemini basiert auf einem generativen KI-Modell (Large Language Model oder LLM), das in der Lage ist, Anfragen in natürlicher Sprache zu interpretieren, anstatt auf präzise Befehle zu warten. Während ein klassischer Sprachassistent hauptsächlich auf vordefinierte Anweisungen reagiert: „Rufe an“, „Navigiere zu“, „Stelle die Temperatur ein“, ist Gemini darauf ausgelegt, den Kontext eines Gesprächs zu verstehen, die Absichten des Nutzers zu interpretieren und mehrere Anfragen innerhalb eines einzigen Austauschs zu bearbeiten.
Konkret kann der Fahrer eine komplexe Anfrage formulieren, ohne diese in mehrere Befehle zerlegen zu müssen. So kann es möglich sein, eine Route mit mehreren Bedingungen zu verlangen, gleichzeitig verschiedene Fahrzeugparameter anzupassen oder allgemeine Informationen zu erhalten, während das Gespräch weitergeführt wird, ohne ständig das Aktivierungswort wiederholen zu müssen.
Eine tiefere Integration als bei Android Auto
Einer der Hauptunterschiede zum über Android Auto verwendeten Gemini liegt in seinem Integrationsgrad im Fahrzeug. In openR link kann der Assistent direkt auf die nativen Funktionen des Autos zugreifen: Navigation mit Google Maps, Klimaanlage, Audiosystem, Komforteinstellungen oder spezifische Daten zu Elektrofahrzeugen, wie die verbleibende Reichweite oder den Ladezustand der Batterie.
Diese Verbindung zu den Fahrzeugssystemen ermöglicht es beispielsweise, eine Fahrt basierend auf der verfügbaren Reichweite anzupassen oder mehrere Funktionen mit einem einfachen Sprachbefehl zu steuern. Renault plant auch die baldige Einführung von Gemini Live, einer noch konversationelleren Version, die es erlaubt, den Assistenten während seiner Antwort zu unterbrechen, mehrere Anfragen hintereinander zu stellen, ohne „Hey Google“ zu wiederholen, oder sogar während eines Gesprächs die Sprache zu wechseln.
Auf dem Weg zu einer neuen Mensch-Maschine-Schnittstelle
Über die neuen Funktionen hinaus verdeutlicht diese Entwicklung einen grundlegenden Trend in der Automobilindustrie: die Transformation der Mensch-Maschine-Schnittstellen. Nachdem die Hersteller die Fahrzeuge mit Smartphones und dann mit Online-Diensten verbunden haben, setzen sie jetzt auf generative KI, um die Interaktionen mit den eingebetteten Systemen zu vereinfachen.
Das erklärte Ziel ist auch, die Bedienung des Touchscreens zu reduzieren, der im Laufe der Jahre zu einem der Hauptkritikpunkte moderner Autos geworden ist. Eine Sprachschnittstelle, die in der Lage ist, natürlich formulierte Anfragen zu verstehen, könnte die Zeit, die mit dem Navigieren durch Menüs verbracht wird, reduzieren und dem Fahrer ermöglichen, seine Aufmerksamkeit besser auf die Straße zu richten.
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Wie das gesamte System openR link wird Gemini weiterhin durch Over-the-Air-Updates weiterentwickelt. Neue Sprachen, Funktionen und Fähigkeiten werden schrittweise hinzugefügt, was eine wesentliche Entwicklung im Automobilbereich bestätigt: ein Fahrzeug, dessen digitale Leistungen im Laufe seines Lebens ohne Hardware-Modifikationen weiterhin verbessert werden können.
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This page is translated from the original post "Renault intègre Gemini dans ses voitures : comment l’IA de Google va transformer la conduite" lang Französisch.
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