Virtuelles Getriebe: Der seltsame neue Trend bei Elektroautos
Die Hersteller setzen jetzt auf eine Option für Elektroautos, die darauf ausgelegt sind, auf sie zu verzichten.
Seit Jahrzehnten verfolgen Automobilingenieure ein einfaches Ziel: Autos schneller, flüssiger und effizienter zu machen. Mit der Elektromobilität haben sie das endlich geschafft. Keine Vibrationen, keine Verzögerungszeiten, kein Gangwechsel mehr. Ein kontinuierlicher, unmittelbarer und perfekt linearer Schub.
Und doch arbeiten mehrere Hersteller bis 2026 hart daran, wieder… Gangwechsel einzuführen.
Die neueste Illustration stammt von Porsche. In seinem neuen Taycan hebt die deutsche Marke nun ein System virtueller Gänge hervor, das darauf abzielt, die Fahrerlebnisse zu stärken. Hyundai hatte mit seinem Ioniq 5 N den Anfang gemacht, gefolgt von Kia, Lexus, Toyota, Honda und BMW. Alle teilen dieselbe Überzeugung: Sportliche Autos lassen sich nicht nur auf eine Zeitmessung reduzieren.
Das unnötige Notwendige
Lasst uns ehrlich sein: Die Idee ist zutiefst absurd. Elektroautos wurden genau dafür entworfen, auf ein Getriebe zu verzichten. Und jetzt werden künstlich wieder Leistungsunterbrechungen, mechanische Ruckler und sogar Drehzahlbegrenzungen rekreiert. Mit anderen Worten: Man fügt absichtlich Unannehmlichkeiten hinzu, die die Technologie endlich beseitigt hatte.
Doch dieser Widerspruch erzählt auch etwas Faszinierendes. Seit über einem Jahrhundert sind Drehzahlen, wütende Heruntergeschaltungen und kräftige Gangwechsel universelle Symbole für Sportlichkeit geworden. Sie sind Teil unserer Automobilkultur. So sehr, dass ihr Verschwinden eine Lücke hinterlässt, die Ingenieure heute versuchen mit Software zu schließen.
Sollte man sich darüber lustig machen? Nicht unbedingt. Immerhin, wenn diese Tricks dazu dienen, ein wenig Freude und Interaktion ins elektrische Fahren zu bringen, warum sollte man darauf verzichten? Ein leidenschaftliches Auto ist auch ein emotionales Objekt.
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Aber unter einer Bedingung: Diese Simulation nicht als Premium-Option berechnen. Denn mehrere Hundert Euro zu zahlen, um künstlich das zurückzubekommen, was die Technologie entfernt hat, würde ein Absurditätsniveau erreichen, das selbst die größten Komiker sich nicht hätten vorstellen können.
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This page is translated from the original post "Boîte de vitesses virtuelle : l’étrange nouvelle mode des voitures électriques" lang Französisch.
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