Wasserstoff-Lkw: Toyota, Volvo und Daimler gehen in die Offensive
Wasserstoff hat im Wettkampf um das Auto gegenüber der Batterie Schwierigkeiten. Doch im schweren Straßenverkehr ist der Kampf noch lange nicht vorbei.
Toyota, Volvo und Daimler Truck vereint im Bereich Wasserstoff: Das Bündnis hat Gewicht. Am 27. Juli 2026 unterzeichneten die drei Unternehmen eine Vereinbarung, die den Einstieg von Toyota in das Kapital von cellcentric vorsieht, einem 2021 von Volvo und Daimler Truck gegründeten Joint Venture. Vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen wird jeder ein Drittel halten.
Das Ziel ist klar: Brennstoffzellen für Wasserstoff-Lkw und andere schwere Anwendungen in großem Maßstab zu industrialisieren. cellcentric entwickelt insbesondere seine neue Generation BZA375, die in der Lage ist, bis zu 375 kW kontinuierlich bereitzustellen.
Wasserstoff zielt nun auf die Schwerlastfahrzeuge ab
Dieses Bündnis verdeutlicht vor allem die Entwicklung des Marktes. Wasserstoff wird nicht mehr wirklich als universelle Lösung für das Automobil präsentiert. Seine Zukunft scheint nun vorrangig im langfristigen Straßenverkehr, bei Reisebussen und schweren Maschinen zu liegen.
Daimler Truck plant daher, Ende 2026 eine kleine Serie von 100 Mercedes-Benz NextGenH2 Trucks einzuführen, die mit flüssigem Wasserstoff betrieben werden und eine Reichweite von über 1.000 km erreichen können.
Doch Wasserstoff muss sich nun einem Konkurrenten stellen, der sehr schnell Fortschritte macht: dem batterieelektrischen Lkw. Mercedes und Volvo kündigen bereits Reichweiten von bis zu 700 km und eine Aufladung von 20 bis 80 % in etwa 50 Minuten mit der Megawatt-Technologie an.
Das Hauptproblem bleiben jedoch die Infrastrukturen. Europa plant, bis 2030 Wasserstoffstationen zu errichten, die maximal 200 km auf den Hauptachsen des transeuropäischen Verkehrssystems voneinander entfernt sind, aber die Vernetzung ist heute noch sehr unzureichend.
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Der Vertrag zwischen Toyota, Volvo und Daimler besiegelt also nicht die Rückkehr des Wasserstoffs. Er bestätigt vielmehr seine Spezialisierung: Im Vergleich zur Batterie könnte Wasserstoff die Lösung für die Schwerlastfahrzeuge werden, die viel fahren, weit reisen und möglichst wenige Stopps einlegen.
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