Ein Reset vor dem Game Over für Stellantis
Stellantis hat gerade einen drastischen „Reset“-Finanzplan angekündigt, der die Fragen zur Rentabilität seines Modells neu aufwirft.
Der Automobilhersteller Stellantis erlebt einen entscheidenden Wendepunkt in seiner Geschichte mit der Ankündigung eines umfassenden Finanzsanierungsplans, der als „strategischer Reset“ bezeichnet wird und die Märkte buchstäblich erschüttert hat.
Stellantis gab bekannt, dass sie im Rahmen dieses Resets oder der „Neuausrichtung“ etwa 22,2 Milliarden Euro an außergewöhnlichen Belastungen für das zweite Halbjahr 2025 verbuchen wird, um ihr Geschäft an den tatsächlichen Kundenbedürfnissen und einem profitablen Wachstum auszurichten.
Dieser Betrag umfasst:
- 14,7 Milliarden € für die Neubewertung der Produktpläne, insbesondere die Reduzierung der Prognosen für Elektrofahrzeuge (BEV) und die Streichung einiger Projekte.
- 2,1 Milliarden € zur Neugestaltung der Lieferkette für Batterien.
- 5,4 Milliarden € für weitere betriebliche Anpassungen, darunter Rückstellungen für Garantien.
Das Unternehmen rechnet zudem mit 6,5 Milliarden € an Cash-Abflüssen, die sich über die nächsten vier Jahre erstrecken.
Marktreaktionen und Folgen
Die Offenlegung dieser Belastungen löste einen spektakulären Rückgang des Stellantis-Aktienkurses aus, mit einem Rückgang von über 25 % an der Börse in Mailand, wodurch die Aktie auf den niedrigsten Stand seit der Fusion von PSA und FCA fiel.
Zu den bemerkenswertesten Entscheidungen des Resets gehören:
- Streichung der Zahlung der Dividende 2026, ein Novum für die Gruppe, das einen Bruch mit einer Tradition der Attraktivität für Investoren darstellt.
- Genehmigung zur Emission von bis zu 5 Milliarden € an hybriden Anleihen zur Stärkung der Bilanz.
Die vorläufigen Aussichten für das zweite Halbjahr 2025 zeigen einen geschätzten Nettverlust zwischen 19 und 21 Milliarden €, trotz eines Umsatzwachstums (78–80 Milliarden €), was das Ausmaß der Kluft zwischen Ambition und Realität verdeutlicht.
Strategiewechsel oder Rückschritt?
Selon Stellantis, reflète dieser Reset eine notwendige Neuausrichtung auf eine Vielfalt von Antriebstechnologien (elektrisch, hybrid, thermisch), die auf den Signalen des Marktes basiert, anstatt nur auf einem Wettlauf mit Elektrofahrzeugen.
Doch für viele Analysten offenbart dieser Schritt Fehleinschätzungen des Marktes für Elektrofahrzeuge und eine unzureichende operative Umsetzung, insbesondere auf bestimmten EV-Plattformen.
Keine übertriebene Dramatik, das Spiel ist noch nicht vorbei. Der Reset-Plan markiert zwar einen bedeutenden strategischen Wendepunkt, ist aber vor allem ein Belastungstest für den Hersteller. Die Fähigkeit, das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen, seine Finanzen zu stabilisieren und im Mai 2026 einen neuen strategischen Plan vorzulegen, wird entscheidend sein.
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Für Stellantis könnte dieser Reset ein heilsamer Schock sein, anstatt ein Eingeständnis von Niederlage… aber die Zukunft wird von seiner Umsetzung in einem sich wandelnden Automobilmarkt abhängen.
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This page is translated from the original post "Un Reset avant le Game Over pour Stellantis" lang Französisch.
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