Sind Elektroautobatterien die nächste große ökologische Katastrophe?

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Batterien für Elektroautos

Millionen von Elektroautos fahren mittlerweile weltweit. Aber eine Frage drängt sich auf: Was werden wir mit all ihren Batterien tun, wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreichen?

Das Elektroauto fährt, ohne einen Tropfen Benzin zu verbrennen, aber es bringt mehrere hundert Kilogramm Batterie mit sich. Und obwohl diese in der Regel lange halten, sind sie natürlich nicht ewig. Die echte Herausforderung könnte also in etwa zehn Jahren auftreten.

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten bis 2030 etwa 1,2 Millionen Elektrofahrzeugbatterien das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Im Jahr 2040 könnte diese Zahl auf… 14 Millionen pro Jahr steigen. Ein Gebirge von Batterien, das gesammelt, transportiert, demontiert und recycelt werden muss.

Ist das der Vorbote einer ökologischen Katastrophe? Nicht unbedingt.

Zunächst einmal, weil eine Autobatterie langfristig einen hohen Wert behält. Nach ihrer ersten Lebensdauer in einem Auto können einige noch zur stationären Speicherung von Strom verwendet werden. Außerdem sind ihre Rohstoffe wertvoll: Lithium, Nickel, Kobalt oder Kupfer sollten besser wiedergewonnen als weggeworfen werden.

Europa bereitet dafür übrigens den Boden. Die Vorschriften setzen steigende Ziele für das Recycling von Materialien. Für Lithium muss die Mindestquote bis Ende 2027 50 % und bis Ende 2031 80 % erreichen. Neue Batterien müssen zudem schrittweise recycelte Materialien enthalten.

Es bleibt eine gewaltige industrielle Herausforderung. Das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien erfordert spezialisierte Anlagen, Energie und manchmal erhebliche Mengen an Chemikalien und Wasser. Vor allem müssen die Kapazitäten mit dem massiven Ansturm an gebrauchten Batterien Schritt halten. Die IEA schätzt, dass in Europa und den USA die angekündigten Kapazitäten nur etwa 30 % der Bedürfnisse im Jahr 2040 decken könnten, wenn nicht neue Fabriken gebaut werden.

Paradoxerweise könnte der Abfall von morgen jedoch eine Ressource werden. Die IEA schätzt, dass das Recycling bis 2050 20 bis 30 % des weltweiten Bedarfs an Lithium, Nickel und Kobalt decken könnte.

Die Elektroautobatterie wird also nicht zwangsläufig die nächste große ökologische Katastrophe sein. Unter einer Bedingung: Die Industrie muss in der Lage sein, sie zu recyceln, bevor die Welle kommt.

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