Der Volkswagen Käfer begann vor 50 Jahren seinen unaufhaltsamen Niedergang
Am Ende des Jahres 1975 hatte der Volkswagen Käfer einen paradoxen Platz in der globalen Automobillandschaft.
Absolute Ikone der Nachkriegszeit, das bis zu diesem Zeitpunkt meistproduzierte Auto der Geschichte, begann der Käfer jedoch eine Phase des irreversiblen Rückgangs, die von den sich schnell verändernden Marktbedürfnissen eingeholt wurde.
Bereits lange vor dem Zweiten Weltkrieg eingeführt und in den 1950er und 1960er Jahren wirklich populär geworden, hatte sich der Käfer – offiziell Volkswagen Typ 1 – dank eines einfachen Rezepts durchgesetzt: eine robuste Mechanik, geringe Wartungskosten und ein langlebiges Design. Dieser weltweite Erfolg culminierte am 17. Februar 1972, als Volkswagen verkündete, die Marke von 15 Millionen produzierten Exemplaren überschritten zu haben, und damit das Ford Model T entthronte.

Aber Mitte der 1970er Jahre ändert sich der Kontext. Die Sicherheits- und Emissionsstandards werden strenger, die Verbraucher verlangen mehr Platz, Komfort und Modernität, und der Wettbewerb intensiviert sich. Volkswagen selbst bereitet das Ende des Käfers mit einer neuen Generation von Frontantriebsmodellen vor, an erster Stelle die Golf, die 1974 eingeführt wurde.
Eine Automobillegende
Die Produktionszahlen des Jahres 1975 verdeutlichen diesen historischen Wendepunkt. Während der Käfer zu Beginn des Jahrzehnts noch über eine Million Einheiten jährlich produzierte, verließen in diesem Jahr nur 441.116 Exemplare die Fließbänder weltweit. Ein noch beträchtliches Volumen, jedoch in einem deutlichen Rückgang, was bestätigt, dass das Modell nicht mehr im Mittelpunkt der Strategie des deutschen Herstellers steht.
In Europa neigt sich die Produktion allmählich dem Ende zu. Deutschland, die historische Wiege des Modells, zieht sich zurück, während die Fertigung dorthin verlagert wird, wo die Nachfrage stark bleibt, insbesondere in Lateinamerika. Mexiko und Brasilien werden zu den neuen Bastionen des Käfers, die seine Karriere weit über das hinaus verlängern, was viele sich vorgestellt hatten.
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Im Jahr 1975 ist der Käfer also nicht mehr das Auto der Zukunft, bleibt aber ein kraftvolles Symbol: jenes eines universellen, zugänglichen und nachhaltigen Automobils. Fünfzig Jahre später bleibt sein Erbe intakt und erinnert daran, dass kein Modell – so mythisch es auch sein mag – den Zyklen der industriellen Geschichte entkommt.
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This page is translated from the original post "La Coccinelle de Volkswagen débutait son inexorable déclin il y a 50 ans" lang Französisch.
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